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Horror
Vacuii

Dem Wesenszug des Kunstschaffens liegt die Irrationalität zugrunde. Ohne den Willen zum ungreifbaren Etwas, zum Mehr als nur dem Sichtbaren, ist Kunst weder machbar, noch denkbar. Tragische Logik dieses spielerischen Wahns ist, dass dem gesellschaftlichen Lockdown der Pandemie, als Erstes die Kunst zum Opfer fiel. Das Irrationale wurde folglich wegrationalisiert.
Wenig blieb – nur digitale Ersatzbefriedigung. Leere weitete sich aus. Ein großes Vakuum ist die Folge.

Der Furcht vor dem Nichts, der seelischen, geistigen und körperlichen Leere, wird in der Kunst mit dem Füllen der freien Flächen begegnet.

Wir verstehen den Zusammenbruch der öffentlichen Kunst und die verdeutlichte gesellschaftlich-systemische Irrelevanz als Aufruf zum Aufbau. Dem horror vacui der Kultur wird das Beleben der neuen Lücken entgegengesetzt.

Es bedarf neuer Orte des Austauschs und schöpferischen Seins. Kunstschaffende aller Gattungen sollen ihre Arbeiten besprechen und zeigen. Miteinander statt Gegeneinander ist die Devise.

Das horror vacuii (HV*) ist ein freier Zusammenschluss von Kunstschaffenden in Leipzig. Die Käthe-Kollwitz Straße 5 (KKS5) in der Leipziger Innenstadt bietet Räume für vielseitige Nutzung. Veranstaltungen und Ausstellungen werden selbstorganisiert und begleitet.

Das horror vacuii* bedankt sich bei
BUERO.IMMOBILIEN Leipzig für die
Zwischennutzung ihrer Räumlichkeiten.

Immer Freitags Geöffnet

Käthe-Kollwitz-straße 5, 04109 Leipzig

ab dem 22.07. #1 weltenende
ab dem 27.08. #2 weltenwende

Brutal / Banal.
Jakob von Hoddis expressionistisches Gedicht Weltende ist heute so verstörend wie im Jahr seiner Erscheinung. Unserer täglichen Apokalypse widmet sich der erste Teil der Doppelausstellung im horror vacuii (KKS5) Leipzig. Gezeigt werden vor allem malerische und fotografische Positionen aus Leipzig, Dresden, Halle, Hamburg und Bremen.

Eröffnung: 22.07.21,
18.00 Uhr

Frei/Raum

Langfristig sollen verschiedene Orte in der Leipziger Innenstadt auf Zeit belebt werden. Das kreative Umfeld des HV* soll das öffentliche Leben wechselwirkend inspirieren.

Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und multimediale Veranstaltungen schaffen eine interdisziplinäre Non-Profit-Galerie.

Wir möchten starke Positionen zeigen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Alter oder sonstigen Oberflächen. Die Räume des HV* bieten insbesondere unetablierten Kreativen die Chance ohne besonderes finanzielles Risiko sich ihrer Kunst zu widmen. Zudem zeigen wir etablierte Künstler, gerne auch unter Pseudonymen.

Das HV*Lab: Wir möchten Kunstschaffenden die Möglichkeit bieten in den freien Räumen der KKS5 zu arbeiten. Nach drei Monaten intensiver Arbeit können die entstandenen Werke in den Ausstellungsräumen präsentiert werden.

Beschreibe uns kurz, was du machst, was dich interessiert und was du in etwa herstellen und ausstellen möchtest. Gerne als Pdf an: info(at)horrorvacuii.de

Im Idealfall treffen wir uns persönlich und besprechen die Möglichkeiten.

Das Prinzip der Fracitional Ownership möchten wir langfristig etablieren. Die Werke der HV* Künstler sollen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. So können Ausstellungskonzepte und einzelne Werke angekauft oder gemietet werden. Ziel ist es der Künstlergruppe so ihre finanzielle und ideelle Autarkie zu ermöglichen.

Freie Köpfe,
freie Räume,
freie Kunst!